What I say, frei übersetzt: Was ich sage
Aller Anfang ist angeblich schwer. Irgendwie fällt er mir in diesem Fall auch so. Schwer eben.
Ich weiß nicht wirklich, wie ich anfangen soll. Ich weiß nicht wo der Anfang ist. Was ist, wenn ich nicht mit dem Anfang beginne?
Was ist, das weiß ich nicht. Auf jeden Fall ändert es nichts. Nichts an dem was war. Nichts an dem was ist. Aber ändert es etwas an dem was noch kommt?
Ich weiß es nicht.
Es ist jetzt mehr als drei Jahre her, dass du gegangen bist.
Ich vermeide nicht das Wort gestorben, ich mag nicht das Wort verstorben, ich finde, verstorben versachlicht etwas, bringt irgendwie Distanz an etwas, wo keine sein sollte.
Ich sage gegangen, weil du es gesagt hast.
Irgendwie könnten manche, die das lesen, jetzt eine Ahnung bekommen, worum es geht. Eine Vermutung darüber, worüber ich spreche. Oder schreibe.
Nach mehr als drei Jahren ist es noch immer so: Ich rede mir dir. Sinnbildlich, vielleicht. Tatsächlich auch und tatsächlich schreibe ich das, was ich dir nicht mehr sagen kann. Zumindest versuche ich das.
Inzwischen sind es mehr als zweihundert Seiten, die ich geschrieben habe. Vielleicht ist es besser als eine Art Tagebuch bezeichnet? Ob es irgendwann jemand lesen wird? Ich weiß nicht. Ich weiß so vieles nicht.
Und trotzdem rede ich. Mit dir.
(Erste Worte, ein Versuch einer Einleitung, am 8. Januar 2026)