Im Traum

Heute Nacht, eher schon gegen Morgen, irgendwann zwischen Vier und Sechs, habe ich von dir geträumt.

Ich stand oben auf der Loggia und sah hinunter auf die Straße, hier vor dem Haus. Ein paar Leute, Arbeiter und Nachbarn, hatten irgendwelche Maschinen und fuhren mit Fahrzeuge herum. Die Straße war die hier vor dem Haus, aber die Loggia war eher die Terrasse meiner Großmutter in Freistadt. Ich lehnte am Geländer und sah den Menschen zu, als ich eine Berührung an meiner linken Hand gespürt habe.

Ich habe den Kopf nach links gedreht und da warst du. Du hast mich angesehen, mit dem verträumten Blick, mit dem du mich manchmal angesehen hast.
Als ich dich fragen wollte, wie es dir geht, habe ich nichts herausgebracht, nur deinen Namen und dann „ich liebe dich“.

Mir liefen die Tränen über mein Gesicht, aus Freude, vor Glück. Die ganze Zeit über spürte ich den Druck deiner Finger an meinen. So real, so lebendig, so lange, bis ich aufgewacht bin.
Ich weiß nicht, ob ich schon im Schlaf geweint habe oder erst nachdem ich wach war. Du warst so wirklich, so da.

Wenn ich einmal gehe, dann hätte ich gerne dich vor Augen. So, als würdest du mich abholen.
Ich glaube der Gedanke ist etwas, das mir Angst vor der Endlichkeit nehmen kann.
Ich liebe dich, unendlich.

10.7.2025