Da gibt es irgendein Lied, moderner wohl eigentlich einen sogenannten Song, in dem es heißt: Bilder von dir überdauern. Das fiel mir zwar ein, als ich den Eintrag betitelt habe, aber dieser Beitrag hat nichts mit dem Lied zu tun.
Zum Einen hast du im Haus, besser und richtiger statt Haus ist Zuhause, viele Bilder aufgestellt oder auch aufgehängt. Vor allem Bilder mit Texten wie beispielsweise: Das Leben wird vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden. Oder: Mein ganzes Glück sagt Mama zu mir. Und auch Fotos von einigen Fotoshootings. Und mehr.
Zum Anderen habe ich einige Fotos von dir aufgestellt und manchmal sehe ich mir Fotos von dir an, die nicht irgendwo im Raum stehen sondern entweder am PC gespeichert sind oder tatsächlich als ausgearbeitetes Foto da sind.
Manchmal, wenn ich mir mehrere Fotos angesehen habe, von Urlauben, von Orten, die wir gemeinsam besucht haben, manchmal habe ich Angst. Oder ich fühle so etwas ähnliches wie Angst, vielleicht habe ich nur eine Befürchtung.
Je mehr oder je öfter ich Fotos betrachte, umso mehr oder öfter schleicht sich eine Angst ein, dich real in der Erinnerung zu „verfälschen“ durch die Bilder die ich betrachte. Ich versuche dann, in mir das reale Bild von dir abzurufen oder zu erzeugen, mich an dich zu erinnern, an dich wirklich, nicht als Abbild am Foto.
Gut ist, dass es Fotos gibt, auf denen du in verschiedenen „Outfits“, aber nicht nur kleidungsmäßig sondern auch frisurmäßig, seriöser Haarschnitt, lange Locken, sommerblond und mehr zu sehen bist. Auf denen du einfach du bist. Bist wie du warst.
Und so bist, wie du bist. In meinen Gedanken, in meinen Gefühlen. Und manchmal im Traum.
Vielleicht würde ich lieber mehr Zeit im Traum verbleiben.
Bei dir.
27.3.2026



